Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) und Vaginismus

Dyspareunie ist eine sexuelle Störung, die durch Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr gekennzeichnet ist. Dies kann eine belastende Erfahrung sein und das Sexualleben stark beeinträchtigen.  Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Es ist wichtig, über dieses Thema offen zu sprechen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Ursachen zu identifizieren und angemessene Lösungen zu finden.

Vaginismus

Vaginismus ist eine sexuelle Funktionsstörung, die sich durch unwillkürliche Muskelverspannungen der Vaginalmuskulatur auszeichnet. Betroffene Personen können Schmerzen und Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr oder bei gynäkologischen Untersuchungen erleben. Es ist wichtig zu wissen, dass Vaginismus behandelbar ist und betroffene Frauen Unterstützung und Hilfe suchen sollten, um ihre sexuelle Gesundheit zu verbessern.

In einer Sexualtberatung gibt es verschiedene Ansätze, um den Umgang mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu unterstützen. Vor allem eine gründliche Diagnostik ist ein wichtiger erster Schritt, um die Ursachen für die Schmerzen zu identifizieren. Neben körperlichen Ursachen können auch Faktoren wie Angst, Stress oder frühere traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen. Eine genaue Ursachenklärung ermöglicht es, die individuellen Hintergründe zu verstehen und eine passende weitere Vorgehensweise zu entwickeln.

Neben Informationen über die Anatomie und Physiologie der Geschlechtsorgane, die normalen Veränderungen im Laufe des Lebens oder die Auswirkungen von Stress auf die sexuelle Gesundheit wird auch auf die Kommunikation im Beziehungsfokus geschaut. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können zu Kommunikationsproblemen und Konflikten in der Partnerschaft führen. Daher schauen wir in der Sexualberatung auf die Kommunikation zwischen den Partnern, um Ängste, Bedenken oder Unsicherheiten anzusprechen und Lösungen zu finden. Ein offener und vertrauensvoller Austausch kann dazu beitragen, eine unterstützende und förderliche Beziehungsdynamik zu schaffen.

Auch Entspannungs- und Sensibilisierungstechniken können helfen, muskuläre Verspannungen zu lösen und die Körperwahrnehmung zu verbessern. Dazu können beispielsweise Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder achtsame Berührungen eingesetzt werden, um eine bessere Kontrolle über den Körper und die Schmerzen zu erlangen.

In manchen Fällen können bestimmte Verhaltensmuster oder Gewohnheiten zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr beitragen. In der Sexualberatung können diese Verhaltensmuster identifiziert und verändert werden, um eine verbesserte sexuelle Gesundheit zu fördern. Das kann beispielsweise die Anpassung von sexuellen Techniken, die Veränderung von sexuellen Routinen oder die Förderung von sexueller Selbstfürsorge beinhalten.

Ich verfolge in meiner Beratung einen integrativen Ansatz, sodass verschiedene Methoden und Techniken miteinander kombiniert werden, um den individuellen Bedürfnissen und Wünschen gerecht zu werden. Dabei steht immer das Wohl des Klienten/der Klientin im Mittelpunkt, und der Beratungsablauf wird in enger Zusammenarbeit mit ihm/ihr gestaltet.

Bitte beachten Sie, dass eine ärztliche Abklärung im Voraus notwendig ist, um gesundheitliche Ursachen für sexuelle Probleme auszuschließen.